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 DIABETES MELLITUS - wichtige Informationen und nützliche Tipps

EB_Header_Diabetes - Hand voller Zuckerwürfel

Die wichtigste Information vorweg: Strikte Diabetikerernährung mit vielen Verboten gibt es nicht mehr. Auch Diabetiker können und sollen genießen. Und wie ginge das leichter als mit den Spezialitäten aus dem Hause bofrost*?

 

Auf den folgenden Seiten finden Sie u.a. die Information, dass für eine ausgewogene Ernährung für Diabetiker dieselben Empfehlungen gelten wie für gesunde Menschen.

 

 

Neue Gesetzeslage für Diabetiker

Diabetes mellitus - Freundinnen

Warum dürfen Diabetikerlebensmittel nicht mehr verkauft werden?

 

Ab Ende 2012 dürfen Diabetikerprodukte in der EU nicht mehr verkauft werden. Grund dafür ist die Änderung der Diätverordnung. Die Gesetzgeber sind damit der einheitlichen Meinung der Fachgesellschaften gefolgt. Seit Jahren befürworten diese die Abschaffung der Diät-Produkte für Diabetiker. In wissenschaftlichen Studien wurde herausgefunden, dass diese Diabetikerlebensmittel keinen nachweisbaren Nutzen für Diabetiker haben. Sie enthalten genauso viel Energie wie herkömmliche Produkte und lassen den Blutzuckerspiegel ansteigen.

 

 

 

 

Ernährung bei Diabetes

Erdbeeren bei Diabetes mellitus

Grundsätzlich gelten die Empfehlungen für eine ausgewogene Ernährung sowohl für Diabetiker als auch für gesunde Menschen. Die Ernährung muss mit der jeweiligen Diabetestherapie (Insulin, Tabletten) im Gleichklang stehen.

Um einen kontinuierlichen Blutzuckerverlauf zu gewährleisten und Blutzuckerspitzen zu vermeiden, sind mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt gut geeignet. Das Sättigungsgefühl stellt sich erst nach etwa 15 Minuten ein. Daher sollte langsam und mit Genuss gegessen werden.

 

Auf den Speiseplan gehören reichlich Obst und Gemüse sowie Vollkornprodukte. Magere Fleisch- und Fischprodukte sollen in Maßen genossen werden. Das bedeutet, zwei bis drei Mal pro Woche eine kleine Portion Fleisch und ein bis zwei Mal pro Woche Fisch. Fettreiche Lebensmittel sollen sparsam verwendet werden. Insgesamt dürfen bis zu 10 % des täglichen Energiebedarfs in Form von Zucker aufgenommen werden, ohne dass der Stoffwechsel negativ beeinflusst wird. Der Zucker soll in kleinen Mengen über den Tag verteilt und möglichst nicht pur gegessen werden. Ein kleines Dessert nach dem Mittagessen kann somit auch für den Diabetiker eine liebgewonnene Gewohnheit bleiben.

 

Für übergewichtige Diabetiker kann es wichtiger sein, das Körpergewicht zu regulieren als auf die Kohlenhydrate zu achten.

 

 

 

Gewicht in Balance

Sport und Bewegung bei Diabetes mellitus

Frühere strikte Ernährungsregeln für Diabetiker sind überholt. Es gelten die allgemeinen Empfehlungen für eine vollwertige Ernährung. Übergewicht und Bewegungsmangel begünstigen Diabetes. Daher sollte ein normales Gewicht anstrebt werden. Auch sportliche Betätigung unterstützt den Weg zum Normalgewicht.

 

Jedes überflüssige Kilogramm, das verschwindet, verbessert die Empfindlichkeit des Körpers für Insulin. Schon ein Gewichtsverlust von 5 bis 10 kg kann die Blutzuckerwerte senken sowie Blutfettwerte und Blutdruck positiv beeinflussen.

 

 

 

Bewegung tut gut

Körperliche Bewegung und Sport steigern das Wohlbefinden und erleichtern das Abnehmen. Der Kreislauf wird aktiviert. Außerdem bewirkt Sport bei Typ-2-Diabetikern eine Abnahme der Insulinresistenz und verbessert die Blutfettwerte.

 

Für einen langfristigen Erfolg muss der Sport Spaß machen. Wir empfehlen, fünf bis sechs Mal pro Woche Bewegung einzuplanen. Dazu zählt auch, mit dem Rad zur Arbeit oder zum Einkaufen fahren, zu Fuß gehen oder den Haushalt machen.

 

Folgende Aktivitäten eignen sich gut:

 

  • Wandern oder regelmäßige Spaziergänge
  • Gymnastik
  • Radfahren
  • Schwimmen
  • Aqua-Jogging
  • Nordic Walking

 

 

Kein Verzicht auf Kohlenhydrate

Frühstück mit Kohlenhydraten bei Diabetes mellitus

Wählen Sie die richtigen Kohlenhydratlieferanten aus. Die Auffassung, dass Diabetiker nie wieder Zucker und nur noch wenig Kohlenhydrate essen dürfen, ist überholt. Wie auch bei Menschen mit gesundem Stoffwechsel lautet die Empfehlung: Kohlenhydrate sollen über 50% der Energie liefern. Das entspricht ca. 250 g Kohlenhydraten. Eine Scheibe Vollkornbrot liefert ca. 18 g Kohlenhydrate, eine mittelgroße Kartoffel (80 g) 12 g Kohlenhydrate.

 

Kohlenhydrathaltige Lebensmittel, die viele Ballaststoffe enthalten, wie Gemüse, Hülsenfrüchte, Obst und Getreideprodukte sind zu bevorzugen. Obst und Gemüse ist von Natur aus kalorien- und fettarm und versorgt den Körper mit lebensnotwendigen Vitaminen, Mineralstoffen und Ballaststoffen.
Vollkornbrot, Naturreis und Vollkornnudeln sind ebenfalls gute Vitamin-, Mineralstoff- und Ballaststofflieferanten. Sie haben einen günstigen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel. Da sie lange satt halten, verhindern sie Heißhungerattacken.

 

Zucker (Kristallzucker oder Traubenzucker) und zuckerhaltige Lebensmittel wie Honig sind mit ca. 10 % der gesamten Energie akzeptabel. 30 bis 50 g können als würzende Zutat in herzhaften Gerichten oder in Speiseeis und Kuchen zusammen mit anderen Nährstoffen verzehrt werden. Zuckerhaltige Getränke sind zu meiden.

 


 

Unterschiede in Nahrungsfetten

Speisefette bei Diabetes mellitus

Fett und fettreiche Lebensmitteln sollen sparsam eingesetzt werden.

 

Gleichzeitig ist die Qualität wichtig. Zur Zubereitung von Speisen eignen sich am besten Raps- und Olivenöl. Diese enthalten wertvolle ungesättigte Fettsäuren. Wenn Sie mehr über Speisefette lesen wollen, klicken Sie hier.

 

Süßwaren, Gebäck sowie zahlreiche Wurstwaren und Käsesorten sind zum Teil sehr fetthaltig. Geflügelwurst oder Corned beef sind dagegen magere Alternativen. Auch fettarme Milchprodukte wie Magertopfen sparen große Mengen Fett. Pflanzliche Beläge wie Tomaten, Gurken oder Salat sind ebenfalls eine gute, fettarme Alternative und bringen Abwechslung aufs Brot.

 

 

 

Große Auswahl: Vielfalt auf dem Teller

Diabetes mellitus - Vielfältiger Genuss

bofrost* bietet viel Abwechslung – auch für Diabetiker.


Obst und Gemüse:

Bei Diabetes mellitus soll und darf täglich Obst und Gemüse gegessen werden. Diese Lebensmittelgruppe liefert viele Vitamine und Mineralstoffe bei gleichzeitig wenigen Kalorien.

 

Fleisch- und Wurstwaren und Eier:

Magere Sorten sollten bevorzugt werden. Ein Blick in die Nährwerttabelle hilft bei der Entscheidung. Für eine fettarme Zubereitung sind z.B. beschichtete Pfannen oder Dämpfer gut geeignet. Zwei bis drei Mal pro Woche eine Fleischmahlzeit reicht, um den Menschen mit den entsprechenden Mikronährstoffen zu versorgen. Eine Portion Fleisch hat ca. 150 g. Eier sind wertvolle Lebensmittel. Da sie auch ungünstige Inhaltsstoffe wie gesättigte Fettsäuren haben, sollte der Verzehr auf wöchentlich zwei Stück beschränkt werden.

 

Diabetes mellitus - Fisch essen

Fisch:

Fische, bevorzugt Hering (Matjes), Lachs, Makrele und Thunfisch, sind reich an Omega-3-Fettsäuren. Zusätzlich sind Seefische auch eine gute Jodquelle. Ein bis zwei Mal pro Woche soll Fisch auf dem Speiseplan stehen.


Fertiggerichte:

Ungeschulte Diabetiker haben Angst vor Fertiggerichten, die zur Geschmacksabrundung eine Prise Zucker oder etwas Glucosesirup enthalten. Diese Angst ist völlig unbegründet. So kleine Mengen Zucker haben keinen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel. Wichtiger ist es, die gesamte Kohlenhydratmenge im Auge zu behalten. Hier hilft ein Blick in die Nährwerttabelle.

 

Eis- und Kuchenspezialitäten:

Gut geschulte Diabetiker können aus allen Warengruppen auswählen. Wichtig ist die Kenntnis der Kohlenhydratmengen. Alle wichtigen Informationen liefert die bofrost*Nährwerttabelle.

 

 

 

Diabetes - eine Typfrage

Typ-1-Diabetes

 

Liegt ein absoluter Insulinmangel vor, spricht man vom Typ-1-Diabetes. Meist tritt der Typ-1-Diabetes bereits im Kindes- oder Jugendalter auf. Die Behandlung besteht aus der (mehrmals) täglichen Zufuhr von Insulin. Zudem ist eine vollwertige, an die Insulin-Therapie angepasste Ernährung erforderlich.

 

Typ-2-Diabetes

 

Ungefähr 90 Prozent der Diabetiker in Deutschland leiden am Diabetes-Typ 2. Dieser tritt meist erst nach dem 40. Lebensjahr auf. Kinder bekommen in den letzten Jahren vermehrt auch den sogenannten „Altersdiabetes”. Beim Typ-2-Diabetes ist die Insulinwirkung vermindert. Die Hauptursachen sind Überernährung und Übergewicht. Als Folge reicht das Insulin, das der Körper produziert, nicht aus, um die Glucose in die Zellen zu schleusen. Bei der Behandlung spielt die Ernährung eine entscheidende Rolle. Allein mit einer bedarfsgerechten Ernährung und regelmäßiger körperlicher Bewegung verbessert sich die Insulinwirkung, so dass Typ-2-Diabetiker jahrelang ohne Medikamente auskommen können.

 

 

Die Entstehung von Diabetes mellitus

Diabetes mellitus - Seniorin

Die Entstehung von Diabetes mellitus wird von vielen Faktoren beeinflusst. Eine Veranlagung wird vererbt. Allerdings können bestimmte Faktoren wie z. B. Übergewicht und mangelnde Bewegung den Ausbruch begünstigen. Bei Kindern und Jugendlichen kann Diabetes auch durch andere Umstände wie z. B. Infektionen ausgelöst werden.

 

Diabetes mellitus Typ 1 ist eine Autoimmunerkrankung, bei der die Insulin produzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse zerstört werden. Es wird kein Insulin mehr produziert. Das Insulin wirkt wie ein Schlüssel, der die Aufnahme von Glucose aus dem Blut in die Zellen ermöglicht.

 

Bei Diabetes mellitus Typ 2 passt der Schlüssel Insulin nicht richtig, obwohl er in ausreichenden Mengen vorhanden ist. Der Blutzuckerspiegel ist erhöht. Diabetes mellitus ist je nach Typ entweder auf einen Insulinmangel oder auf eine verminderte Insulinwirkung zurückzuführen.

 

 

 

Diabetiker-Schulung und Selbskontrolle

Diabetes mellitus - Blutzuckermessgerät

Die Diabetiker-Schulung ist das A und O einer erfolgreichen Diabetes-Therapie. Schließlich hat jeder Betroffene ein großes Maß an Eigenverantwortung. Eine professionelle Schulung hilft dabei, das erste Gefühl der Unsicherheit und Hilflosigkeit zu beseitigen und dem Betroffenen vor Augen zu führen, dass er auch mit Diabetes weiterhin Lebensqualität besitzt. Verantwortungsbewusste Hausärzte helfen betroffenen Patienten, die richtige Betreuung zu finden.

 

Ebenso wichtig wie die Schulung ist die regelmäßige Kontrolle verschiedener Werte durch den Patienten selbst sowie durch den Arzt. Mit Hilfe bestimmter Blutuntersuchungen kann der Arzt die Qualität der Blutzuckereinstellungen über einen längeren Zeitraum beurteilen. Auch Blutfettwerte und Blutdruck sollen regelmäßig überprüft werden.

 

 

Diabetes und Menopause

Frauen, sowohl mit Typ 1 oder Typ 2- Diabetes kommen frühzeitiger in die Wechseljahre als Frauen ohne Diabetes. Zudem steigt durch das sogenannte Klimakterium das Risiko für Herzkreislauf-Erkrankungen. Die Gründe hierfür liegen beim sinkenden Östrogenspiegel,  welcher schwankende Blutzucker-Werte und Gewichtszunahmen mit sich bringen kann.

Eine auf die neue Stoffwechsel- Situation angepasste Lebensstil-Änderung kann helfen. Dazu zählt zum Beispiel mehr Bewegung und weniger Kalorienaufnahme. Manchmal kann auch eine Hormontherapie helfen. Diese sollte allerdings immer individuell mit dem betreuenden Arzt entschieden werden.  Auf jeden Fall hilft eine engmaschige Blutzucker-Kontrolle wie auch in anderen herausfordernden Lebenslagen bei Diabetikern (wie z.B. Erkältungen, Pubertät, Sport oder Reisen in andere Klimazonen).

 

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Datum

19.09.2017

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